Demnach steht der Übertritt in die weiterführende Schule an.
Die Süße ist aktuell auf einer Privatschule (unübertreffliche Betreuungszeiten, aber je älter das Kind wird um so weniger Betreuung braucht das Kind...).
Jetzt gab es die berühmt berüchtigten Grundschulempfehlungen.
Letzten Freitag hatte ich den Termin für das Gespräch mit der Lehrerin.
Am Donnerstag davor kam eine Mail von der Schulleitung, dass die bis dahin bereits ausgegebenen Grundschulempfehlungen zurückgezogen werden müssten, weil diese nach falschen Kriterien ausgestellt wurden.
Die Schule hat als Grundlage die Noten, aber auch das gesamtheitliche Lernverhalten (Lerngeschwindigkeit, Arbeitsgeschwindigkeit, Konzentrationsfähigkeit etc) beurteilt.
Das Oberschulamt hat nun einen Rüffel erteilt, dass alleine der Notendurchschnitt zählt (toll, dafür brauche ich keine Empfehlung duch die Lehrerschaft. Das kann ich selbst ausrechnen).
Demnach hat die Süße wie erwartet eine Gymnasialempfehlung erhalten.
Jetzt kenne ich die Süße aber ein bisschen und weiß, dass ihr Arbeitstempo gewaltig zu wünschen übrig lässt.
Deshalb stellte ich der Lehrerin die Frage, was die ursprüngliche Empfehlung gewesen sein.
Das war eine Realschulempfehlung, auch wenn sich die Lehrer in der Süßen einen "schwierigen Grenzfall" gesehen haben, hatten sie sich schlussendlich darauf geeinigt eine Realschulempfehlung auszusprechen.
So und jetzt bin ich so schlau wie vorher.
Natürlich fände ich es eigentlich toll, wenn die Süße Abitur machen würde, ich sie aufs Gymnasium schicken könnte und das alles flutscht.
Ich selbst hatte eine ganz schlimme Schulzeit
(aus viellerlei Gründen) und möchte
meiner Süßen das um alles
in der Welt ersparen.
Jetzt flutscht es aber eben nicht so.
- Schicke ich sie aufs Gymnasium in der Hoffnung, dass es bei ihr klick macht und sie das Arbeitstempo erhöht und gehe damit das Risiko ein, dass sie mit dem Arbeitstempo nicht zurrecht kommt und total frustriert wird?
In dem Ort in dem wir leben gibt es leider kein einziges G9 und beim G8 habe ich echte Bauchschmerzen. - Schicke ich sie auf die Realschule und hoffe, dass sie den Ehrgeiz entwickelt Abi zu machen und dann später auf ein berufliches Gymnasium besucht und nicht der Schlendrian einkehrt?
- Lasse ich sie dort an der Privatschule?
Das ist eine Gemeinschaftsschule, die alle Bildungsabschlüsse anbietet?
Die ersten zwei Jahre (also Klasse 5-6) sind noch Orientierungsstufe und danach muss dann entschieden werden, welchen Zug das Kind danach belegt.
Einzig, wenn das Abitur in Betracht gezogen wird, muss ab der 6ten Klasse die zweite Fremdsprache gewählt werden).
Sollte die Süße sich dann für ein Gymnasium geeignet zeigen (sprich, sie zieht ihr Arbeitstempo an), dann könnte sie immernoch wechseln oder sie bliebe einfach auf der Privatschule und würde dort das Abi im G9 machen...
Ich weiß jetzt überhaupt nichts mehr...
Wtf...
Warum muss bei mir eigentlich immer alles kompliziert sein.







