Dienstag, 20. März 2012

Unersetzlich....

Frau Nachbarin hat sich gestern auf der Arbeit den Finger geklemmt und zwar so schlimm, dass der Arzt schon befürchtete, dass das erste Fingerglied sogar amputiert werden muss (was aber nicht der Fall ist, weil der Knochen nicht zermalmt ist).
Der Arzt hat sie diese Woche krank geschrieben.

Ich habe sie gestern Abend mit Schmerzmitteln versehen und Fieber ins Bett gepackt.

Heute morgen ruf ich sie an: "Guten morgen. Wie geht es Dir?"

Frau Nachbarin: "Viel besser. Mein Finger schmerzt nicht mehr so sehr. Gestern war ich etwas malad."

Lady Crooks: "Gut, ich habe mir gestern schon große Sorgen gemacht."

Frau Nachbarin: "Ach was... Ich gehe heute auch wieder arbeiten."

Lady Crooks: "Nein, das tust Du nicht. Du bist krank geschrieben und das nicht ohne Grund."

Frau Nachbarin: "Aber da ist ja sonst niemand da heute."

Lady Crooks: "Das kann Dir egal sein. Du bist krank geschrieben und Dein Chef bekommt auch Ärger, wenn Du trotzdem arbeitest."

Frau Nachbarin: "Oh es hat geklingelt. Ich muss auflegen."

Ich schwöre die rennt heute zur Arbeit!



//Nachtrag: Frau Nachbarin rannte heute zur Arbeit und genau so schnell wieder zurück. Ihr Chef schickte sie nach Hause, weil er keine Lust hat mit der Versicherung ein Problem zu bekommen. Man könne sich auch anderweitig aushelfen, war die Aussage...

Ich konnte mir das: "Hab ich Dir doch gleich gesagt..." gerade noch verkneifen.

9 Kommentare:

  1. Regel Nummer Eins: Mache dich NIE unersetzlich, denn dann bist du auf Leben und Tod gefangen.

    Gleiche Diagnose: ich war drei Wochen außer Gefecht, hatte (weil kleine Kinder) von der Krankenkasse sogar eine Haushaltshilfe und ein Arbeitsunfall war es auch noch. Aber bei aller "Tanzerei" im Dienst (hatten ja dann die anderen, nicht ich), ich bin schön weg geblieben und habe das auch gebraucht. Den Finger hatte ich mir nämlich in der Bürotür gequetscht, weil ich mal wieder völlig unter Strom stand und retten musste. Das war sozusagen ein Fingerzeig eh was wirklich Schlimmes passiert.

    Ich habe es immer lieber, Mitarbeiterinnen bleiben mit gelbem Schein ein bis zwei Wochen wirklich zu Hause und gönnen sich Ruhe statt halbtot zur Arbeit zu kommen und dann mit richtig schlimmer Verschleppung vier bis sechs Wochen auszufallen.

    Grüße! N.

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    1. Kann mich da ohne wenn und aber anschließen.

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    2. Ich finde ja, dass kein Mensch unersetzlich ist. Frau Nachbarin auch nicht, aber sie wäre es gerne...;-)
      Bei einem gequetschten Finger wird sie sicherlich nichts verschleppen, aber es ist einfach auch ein versicherungstechnisches Problem....

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  2. ... oder mit Schnoddernase und Hustenatacken noch die halbe Belegschaft anzustecken und auszuschalten!

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    1. ... oder noch viel Schlimmer unsere Kunden.

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    2. Yup wollte ich auch grad sagen. Besonders toll, wenn man selbst etwas angeschlagen oder schwanger ist. Und dann husten einen die "diensteifrigen" Kollegen vollends außer Gefecht.

      Das Pooblem aber heutzutage: Es gibt halt auch viele Kollegen/Chefs, die bei jeder noch so nötigen Krankschreibung gleich loslamentieren: "Uäh, der/die bleibt ja auch wegen jedem Scheiß zuhause..." Ist mir allerdings mittlerweile schnurz. Wenn ich krank bin, bin ich krank. fertig.

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    3. Ich kann solche Helden auch nicht leiden, die mich dann anstecken und ich dann mein Kind und mein Kind den ganzen Kindergarten;-)

      Nein, danke... auf so einen Dominoeffekt kann man gerne verzichten.

      Aber wie gesagt, ein gequetschter Finger ist ja GsD nicht ansteckend, aber Frau Nachbarin würde vermutlich auch mit Grippe zur Arbeit gehen..

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  3. Tsja, aber wat willste machen? Des Menschen Wille ist sein Himmelreich, sagt meine Oma Gertrud immer.

    Recht habt Ihr natürlich.

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